Freitag, 25. Oktober 2019

Unterwegs mit...

Nicht eine nicht zwei sondern am besten drei Enduros dürfen es sein. Für den Alltag, für's Wochenende und eine auf Tour.

Kawasaki KLX250
Zur KLX, die Kleinste des Fuhrparks. Mein bevorzugtes Einsatzgebiet ist hier überwiegend der Alltag, Fahrt zur Arbeit, zum kleinen Einkauf, eine kleine entspanende abendliche Rund inkl. Fotostopp gerne auch, konzeptbedingt auf weniger gut befestigen Strecken. Mit den 22PS aus 250ccm lässt es sich bis Landstraßentempo ausreichend mitschwimmen. Besonders wohl fühlt sie sich, oder ich mich mit ihr, im innerstädtischen Bereich, leichtfüssig und flott lässt sie sich durch sämtliche Verkehrshindernisse hindurch, vorbei oder darüber hinweg manövrieren. Dabei konsumiert der kleine Einzylinder, nicht unbedingt extrem sparsame, dreieinhalb Liter Super auf die 100km. Bei ruhiger Überlandfahrt fliest etwa ein halber Liter weniger durch die Einspritzdüse. Seid März 2014 (Erstzulassung) kamen bis jetzt (10/2018) 10000 fast problemfreie Kilometer auf den Zähler. Einzig der vordere Bremslichtschalter hatte sich vorzeitig verabschiedet und musste ersetzt werden. Froh bin ich über den Nachgerüsteten Scottoiler, so braucht die KLX unter dem Jahr praktisch keine Pflege...abgesehen vom obligatorischen Check von Ölstand und Reifendruck ect. Ganz aktuell sind jetzt die K60 von Heidenau montiert, ein sehr guter Allround Reifen mit hervorragenden Leistungen auf trockener wie auf nasser Strasse. Mit meiner persönlichen Einstufung 70/30 Straße/Offroad funktioniert er abseits der Teerstraße perfekt solange man sich auf den Wegen befindet die befahren werden dürfen. Original montiert Kawasaki den Dunlop D605 auf die Felgen der 250er. Diesen ebenfalls gut zum Konzept passenden Reifen kann ich nichts negatives Nachsagen, getauscht hab ich ihn bei ca 6000Km gegen einen T63, der Michelin besitzt eine etwas bessere Performance im Gelände, speziell wenn es nass und matschig ist als die beiden Erstgenannten. Erkauft wird das mit weniger Laufleistung hier etwa 4000Km.

Husqvarna 701 Enduro
Weiter mit der 701, ganze zwei Nummern größer als die KLX präsentiert sich die vom bekannten 690ccm großen Motor aus dem Stammhaus KTM angetrieben Husqvarna. Ein 2016 Model mit dem aus den etlichen Dukes, Supermotos und Enduros bewährten 67PS starken Einzylinder. An die 20000 Kilometer (10/2018) ohne Ausfälle oder unplanmäßigen Stopps zeigt sich die Husqvarna von der Zuverlässigen Seite, wie man es von modern Fahrzeugen erwartet. Der Tausch des wegen Feuchtigkeit beschlagen Tachos auf Garantie soll trotzdem erwähnt werden. Anfangs so etwa die ersten fünftausend Kilometer musste regelmäßig der Motorölstand korrigiert werden, rund einen halber Liter genehmigte sich der Motor auf tausend Kilometer. Mittlerweile pendelt sich das auf ein normales Maß von 0,2 Liter aus 1000Km ein. Verwendetes Öl von Motul 300V 15W60 OffRoad, Wechsel alle rund 5000 Kilometer. Im Gensatz zum Öl ist sie beim Spritverbrauch anspruchsloser zwischen 3,7 bis max 4,8L/Km gehen für die Leistung ganz in Ordnung. Der ab Werk aufgezogene TKC80 Reifen passt super zu Konzept der Husqvarna als DualSportMaschine, er hält ausreichend Kilometer, funktioniert ganz passabel auf der Strasse und gut im Gelände. Eben auch weil Deutschland und ein Großteil Europas ziemlich viel befestigte Straßen hat bin ich hier ebenfalls auf den K60 Scout ausgewichen. Eine meiner Touren findet ihr auf meiner Seite: Unterwegs mit der Husqvarna 701 Enduro durch Tschechien, Slowakei, Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kroatien, Slowenien, Österreich zurück nach Deutschland. Wie in alten Zeiten auf dem Rücken der Pferde passt zu so einer Enduro auf Wanderschaft das Prinzip der Satteltaschen. Hier verwende ich die Kriega Overland 30 zuzüglich einer US10 ebenfalls von Kriega und einem kleinen Tankrucksack von SW-Motech (so einer ist übrigens auch auf der KLX montiert) dort befindet sich meist meine Kamera (Nikon D5300). Als zentraler Befestigungspunkt am Heck der 701 dient hier eine Gepäckbrücke von PerunMoto aus Serbien. Zwei Links aufschlussreiche Links noch als Zugabe bzw Ergänzung und Test: Medizinische Fakten zur 701 Gefahren und getestet.

KTM 1090R Adv
Als aktuellste im Fuhrpark kam Ende Juli 2018 die 1090R hinzu. Ein ziemlich spontaner Kauf, eine Neuanschaffung war erst für 2019 in Vorplanung und da dann mit der Auswahlmöglichkeit zwischen der bis dahin hoffentlich am Markt erscheinenden KTM 790 Adventure oder eben der bewährten 1090R. Ein spontane, überzeugende Testfahrt beim KTM-Händler und eine bevorstehende Tour mit Sozia.... schon war der Plan vorverlegt und die 1090 stand in der heimischen Garage. Ausgestattet mit Hauptständer, Heizgriffen und orig. Kunststoffkoffern. Hinzu noch ein TomTom aus der aktuellen Generation am Halter aus dem PowerParts von KTM (dazu ein ander mal mehr). Die erste Tour mit Sozia und Gepäcke über etliche Pässe inkl etwas Schotter an der Grenze zwischen Österreich Slowenien Italien entlang bis hinunter ins malerische Hafenstädtchen Piran an der slowenischen Adriaküste stellten weder die KTM noch den Fahrer oder Beifahrerin vor irgendwelche Probleme. Einfach und leichtfüssig tourt, sprintet oder gleitet die Adventure über alle Untergründe die ihr unter die Räder kommen. Die Sitzposition ist überaus entspannt und Arbeitsplatz des Fahrers ist ergonomisch perfekt gestaltet, zumindest für meine Körpergröße von 1,85. Zu den Rädern, aufgezogen sind hier, wie auf der 701, Conti TKC80. Nach ein paar hundert Kilometern Einfahrphase lässt es sich damit durchaus sportlich, mit rundem Fahrstil durch die Kurven ziehen. Was der Vorderreifen nicht mag ist hinein-bremsen in Kurven. Hier versauen einem die beweglichen Stollen jede Linie, dies ändert sich allerdings sobald sich das Profil in Richtung 50% abgefahren hat. Mein aktuelle Empfehlung, der Pirelli Scorpion Rally STR der seit gut zweitausend Kilometer die Felgen der 1090R ziert. Hier zu einem Test Video von Wolfs Bike on Tour TV Was gibt es sonst noch zu sagen nach 6600Km auf diversen kleineren Touren in den letzten drei Monaten , meine bevorzugt Windschild Position ist ganz unten nur bei Regen ectr stelle ich es nach oben. Der Wunsch nach einem größeren Windschild kam noch nie auf. Benzinverbrauch min 4,7 bis max 6,3 Liter standen bisher am Display. Bei einem überwiegenden Durchschnitt von 5,3 Liter pro 100 ergibt sich eine praxisgerechte von rund 400Km. Mängel oder Auffälligkeiten, bisher keine. Wie auch bei den beiden ersten Fahrzeugen verzichte ich hier auf eine Auflistung der technischen Daten...die gibt es überall im Netz nachzulesen ebenso wie diverse Tests und Fahrberichte.